etingermuehle.de

Die Etinger Mühle

Die Bockwindmühle in Etingen

Die Bockwindmühle wurde 1843 in Zillbeck errichtet und 1886 von Gustav Haering nach Etingen umgesetzt. Um 1920 wurde sie modernisiert. 

Bis 1940/41 wurde die Mühlevon Otto Haering mit Windkraft und bis 1957 mit Motorkraft betrieben, ab ca. 1960 beginnt der Verfall. Wesentliche Teile der Mühlentechnik sind erhalten: Mahlgang, Walzenstuhl, Askania- Sichter, Sackaufzug.

Blick vom Kirchturm in den 1930er Jahren

Geschichte 

1843 – 1989

Die Bockwindmühle wurde 1843 in Zillbeck errichtet und 1886 von Gustav Haering nach Etingen umgesetzt. Dabei Einbau einer eisernen Königswelle und Verlängerung des Dachstuhles zur Stertseite. Um 1920 modernisiert, u. a. Einbau einer zweiten stehenden Welle, die den Antrieb durch einen transportablen Elektromotor ermöglichte. Dieser Motor konnte auch für die Dreschmaschine eingesetzt werden. Bis 1940/41 wurde die Mühlevon Otto Haering mit Windkraft und bis 1957 mit Motorkraft betrieben, ab ca. 1960 beginnt der Verfall. Wesentliche Teile der Mühlentechnik sind erhalten: Mahlgang, Walzenstuhl, Askania- Sichter, Sackaufzug.

Werdegang von 1990 – 2021

7. März 1990: Ankauf der Mühle in Etingen durch Helmut Russ von Fam. Hildegard Haering auf Abbruch, um sie später in Schleswig-Holstein wieder aufzubauen. Frau Hildegard Haering, überzeugte uns beim nächsten Besuch, daß die Mühle nach Etingen gehört und als die letzte von ehemals wohl 6 Etinger Mühlen ein Wahrzeichen ist. Als Gegenleistung wird uns der zusätzliche Ankauf des Areals rund um die Mühle zugesagt – nach der Wiedervereinigung.

Der Mühlenbauer Hans-Jürgen Zecher aus Wittenburg fertigt neue Brustbalken und Mühlenflügel. Russ liefert die neue Schalung für die Außenhülle vom Sägewerk, Fa. Clasen aus Dätgen in Schleswig-Holstein und die Produktionsgenossenschaft des Handwerks-Bau „Am Drömling“ übernimmt die Rüstung und diverse Arbeiten, besonders das neue Dach mit Schindeln aus Canada zu decken.

24./26.06.1991 Brustbalken und Flügel werden montiert, und genau nach 50 Jahren lief die Mühle zum ersten Mal wieder unter Wind.

Sommer 1991:

Das Dach der Mühle wurde nun mit Zedernholzschindeln aus Canada versehen. Mahlwerk und Mühlensteine wurden überholt und ein Probemahlgang gefahren.

Sommer 2000: Schäden im Schwellenbereich und an den Mehlleisten müssen durch provisorische Verstärkungen mit Eisen und einer Knagge ausgeglichen werden. Die Mühle wird auf 4 Stelzen gesetzt, um so die Standsicherheit der gesamten Mühle zu gewährleisten. Diese Auflagen der Denkmalbehörde retten die Mühle vor dem Umsturz. Das ist keine endgültige Lösung.

Umsetzung 2023

Auferstanden aus Ruinen …

Ab ca. 1960 beginnt der Verfall der Mühle. Wesentliche Teile der Mühlentechnik sind jedoch erhalten: Mahlgang, Walzenstuhl, Askania- Sichter, Sackaufzug.

1990 wurde die Mühle von Helmut Russ gekauft um sie an anderer Stelle wieder aufzubauen.

Zukunft der Mühle

19.05.2021: Der Kaufvertrag für das Grundstück wird mit Dietrich Otto Haering geschlossen und Mühle und Boden gehören wieder zusammen. Voraussetzung für weitere Investitionen.

28.06.2021: Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch von Etingen

30.06.2021: Zahlung des Kaufpreises

01.07.2021: Ein Mühlenverein soll gegründet werden, der die weiteren Schritte zur erneuten Restaurierung der Mühle begleiten kann, und Leben in die Mühle bringen wird. Die zu tätigen Investitionen betragen laut Kostenvoranschlag der Mühlenbauer Dipl.-Ing. Ulrich Blümner, Altmark, 116.500.- €. Weiter Massnahmen belaufen sich auf weitere mindestens 40.000.-€. Diese Gelder sollen aus Fördermitteln und Spenden eingeworben werden.

Hier ist Platz für interessierte Etinger und alle, die Lust haben sich für die Mühle zu engagieren. Der Verein wird auch Mitglied im Arbeitskreis Mühlen Sachsen-Anhalt e.V. werden.

Die Mühle Etingen soll in Zukunft als Kulturprojekt erhalten werden und auch dem kulturellen Leben des Dorfes zu Gute kommen.

Etingen und die Mühle können zum Eingangstor in das Biosphärenreservat Drömling werden. Die Mühle soll zu gewissen Zeiten öffentlich zugänglich sein.

Zusammen mit meinen beiden Söhnen David und Erik Russ und einigen Freunden sowie Baufachleuten und der Denkmalpflege, sowie mit interessierten und engagierten Etinger Bürgern möchten wir das Kulturgut Etinger Bockwindmühle erhalten.

Seien Sie dabei mit Unterstützung und Mitwirken in jeglicher Form! Werden Sie Mitglied des Mühlenvereins, wir senden Ihnen das Aufnahmeformular gern zu!

Herzlichst

Helmut Russ, Vereinsvorsitzender

Pressespiegel

Mühlendame thront wieder auf ihrem Bock

Pressebericht vom März 2023

Die Lage

Schreiben Sie uns!